Nachhaltiger Konsum in Aachen und Euregio
Nachhaltiger Konsum in Aachen und Euregio

Unser Wasser

 

Wasser und Boden - wertvollste Geschenke, dank achtlosem Umgang nun in Not

 

Wir haben es gut!

 

Durst? Kein Problem, auf zum Wasserhahn, aufdrehen und AH! Welche Wohltat! Sauberes Wasser kommt direkt aus dem Hahn und stillt in Sekundenschnelle unseren Durst.

Irgendwie sind wir heute ein wenig verspannt, der Nacken schmerzt, die Glieder sind müde. Was hilft? Ein heißes Vollbad, bei dem wir herrlich entspannen können. Das wird uns gut tun und die Muskeln lockern.

Der Rasen sieht aber auch ein wenig traurig aus...so viele trockene braune Stellen!

Aber auch hierfür gibt es ein Wundermittel: Wasser.

 

Wie unser Herzschlag gehört Wasser zu unserem Leben: Wir drehen den Wasserhahn auf und das kostbare Nass fließt. Wir nutzen Wasser zum Duschen, Waschen, für die WC-Spülung, für Freizeit und Sport. Unser Trinkwasser kaufen wir im Getränkemarkt, egal ob spritzig, medium, still oder gar aromatisiert: Wir können aus einem reichhaltigen Angebot wählen. Wir bewässern unsere Gärten - unsere Blumen und unsere Rasenflächen sollen wachsen, blühen und gedeihen. Nach einem anstrengenden Tag ist nichts ist so wohltuend wie eine heiße Dusche. Oder die Abkühlung, die uns an einem heißen Sommertag ein glitzernd-kühler Pool verspricht.

 

Mit unseren Böden verhält es sich ähnlich: Sie sind die wichtigsten Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir errichten unsere Häuser auf ihnen, wir nutzen sie, um Nahrungsmittel an zubauen, sie liefern uns Rohstoffe, sie  speichern und filtern unser Wasser. Böden können Schadstoffe reduzieren und besitzen die Fähigkeit, große Mengen an Kohlenstoff aufzunehmen. Mit dieser Fähigkeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Für uns ist das alles selbstverständlich. Doch unsere Böden, Gewässer und Wasservorkommen sind unsere wichtigste Lebensgrundlage. Ohne sie ist Leben unmöglich - warum also sind sie nun in Gefahr? Warum gingen und gehen wir derart unachtsam mit so wertvollen Ressourcen um?

Vielleicht, weil sie so offensichtlich vorhanden sind? Vielleicht, weil sie für uns wie selbstverständlich zum Leben gehören? Weil wir uns scheinbar keine Gedanken darüber machen müssen, wie lange unser Wasservorrat reicht? Oder darüber, wie lange unsere Böden noch fruchtbar sein werden?

 

Der Schein trügt:

Der fortschreitende Klimawandel führt uns schonungslos vor Augen, wie stark die Ressourcen Wasser und Boden gefährdet sind. Längere Trockenperioden und die Zunahme von Starkregen- und Hochwasserereignissen beeinflussen die Beschaffenheit und Qualität unserer Gewässer und Böden. Wir können nicht mehr davon ausgehen, dass die heute verfügbare Wassermenge uns auch zukünftig zur Verfügung stehen wird.

Auch unsere Böden sind in Not. Die für unseren Fortbestand so wesentliche Ressource droht aufgezehrt zu werden.

77 Hektar Boden, das sind umgerechnet mehr als 100 Fußballfelder, verlieren alleine in Deutschland täglich ganz oder teilweise ihre Funktion. Er ist Wasserspeicher, Filter für Schadstoffe und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Dennoch kann der Boden bereits heute seine natürlichen Funktionen nicht mehr überall und vollständig erfüllen.

 

Höher, schneller, weiter...

Mit der Industrialisierung unserer Landwirtschaft haben wir Böden und Gewässer an ihre Leistungsgrenze gebracht. Ob Mastbetriebe, Massentierhaltung, Milchproduktion im Akkord, die immer einseitigere Bewirtschaftung unserer Äcker - sie alle hinterlassen Spuren. Zum Beispiel in unserem Grundwasser: Hier bei uns in NRW sind wir weit davon entfernt, die Richtwerte für Nitrat (lhttp://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/n/nitrat.htm) einzuhalten. Nitrat ist nur einer der Schadstoffe, die Wasser und Boden belasten. Und jetzt denkt man darüber nach, die Kosten für die Verbraucher*innen zu erhöhen - das ist nicht fair. Diese Kosten müssen von den Betreibern der Ställe übernommen werden, die dafür verantwortlich sind.

Was wir tun können, um diesen Trend zu stoppen?

 

Hier ist das größte Problem die intensive Landwirtschaft - daher ist die einzige Möglichkeit, die Preise für Wasser zu halten eine nachhaltige, möglichst biologische Landwirtschaft.

 

 

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AG Nachhaltigkeit B90/Die Grünen OV Aachen